Home    Notfell: DOBBY - erst 4 Monate alt  
   
         
 
 

Wir haben diesen kleinen Mischlingsrüden aus Griechenland übernommen, zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester, die beide nicht ansatzweise so scheu waren wie DOBBY und deshalb bereits vermittelt sind. Der kleine Rüde (3,5 Kilo) besteht einfach nur aus ANGST. Er läßt sich nur mit Mühe und Widerwillen streicheln und anfassen. Beim Hochnehmen muss man aufpassen, sonst schnappt er zu und die spitzen Milchzähne tun richtig weh, das ist nicht zu unterschätzen. An Spazierengehen ist nicht zu denken, denn DOBBY kennt keine Leine und bis vor kurzem kannte er auch kein Halsband.

Wir arbeiten nun daran, ihn mit Halsband und Geschirr, also doppelt gesichert, in den Garten zu bringen (bzw. zu tragen oder zu ziehen) und ihm die Umgebung draußen zu zeigen. Er findet das alles aber nur gruselig und versucht in Panik wegzukommen, irgendwo drunter zu kriechen und sich zu verstecken.

 
         
 
 

Nur bei uns in der Küche hat er sich in seiner Not wohl dem Flips angeschlossen und liegt immer bei ihm im Körbchen. Sobald Flips mal nicht da ist (z.B. weil er mit den anderen Hunden im Wald spazieren geht) dann jault der kleine DOBBY das ganze Haus zusammen und ist nicht mehr zu beruhigen, bis Flips zurück kommt. Mit anderen Hunden hat DOBBY kein Problem, aber Menschen sind ihm durchweg noch alle unheimlich.

DOBBY ist gesund, geimpft und gechipt und sieht aus wie ein kleiner Dackel, aber an Vermittlung ist hier noch gar nicht zu denken. Wir tun alles dafür, ihm die Welt schön zu machen und zu zeigen, dass ihm niemand etwas Böses tut, aber es wird sicher länger dauern, bis DOBBY seine Angst etwas im Griff hat und diese vielleicht in die gesunde Neugier eines jungen Hundes umschlagen wird ...?

DOBBY ist ein richtig armer Hund und er erinnert uns irgendwie total an den Hauselfen DOBBY von Harry Potter, deshalb der Name: DOBBY war ein sehr freundlicher, loyaler und gutmütiger Elf, der alles für seinen "großen Helden" Harry Potter tun würde. Als er noch den Malfoys diente, wurde er viel geschlagen und musste sich häufig selbst bestrafen. Es ging ihm so schlecht, dass er, als Harry ihn dazu aufforderte, sich zu setzen, in Tränen ausbrach und ihn als edel bezeichnete. Als er endlich ein freier Elf war, fiel es ihm zunächst schwer, sich an die Freiheit zu gewöhnen. Und sogar die "weiße Socke" aus der Geschichte, mit der DOBBY befreit werden konnte, hat unser DOBBY an. Die Angst ist unserem DOBBY schon ins Gesicht geschrieben, wie man auf den Fotos sieht ... wir berichten bald wieder über den Werdegang unseres Notfellchens!

07.Mär.2021

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Renate von Heyden Klaaßen
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