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04.Jan.2023: Update

Es gibt gute Nachrichten über TOLKIEN: Dieser stattliche aber so sanfte Kerl mit der Riesenangst entwickelt sich allmählich zu einem glücklichen Hund. Die drei Monate bei uns im häuslichen Rudel, mit 4 weiteren Hunden und 2 Katzen zusammen, einer Menge Besuch und neuen Eindrücken täglich, haben nun einen bleibenden Eindruck bei TOLKIEN hinterlassen und er scheint zu begreifen, dass ihm niemand etwas tut, sondern alle freundlich zu ihm sind.

Außer mir können ihn inzwischen zwei weitere Personen streicheln, er ist immer noch vorsichtig und verhalten, aber er akzeptiert es. Auch Leckerchen nimmt er inzwischen aus der Hand, gaaaanz vorsichtig aber immerhin!

Am besten für ihn selbst ist aber die Tatsache, dass er im Wald (wo er sich hundertprozentig auskennt und sicher fühlt) streckenweise frei laufen kann. Er genießt es unglaublich, zu rennen, zu springen und mit einigen anderen Hunden zu toben, da geht einem das Herz auf, diesen Hund glücklich und recht entspannt zu sehen. Wir haben versucht, es auf ein paar Schnappschüssen festzuhalten ...

Ich hoffe so sehr, dass TOLKIEN nun dieses neue Jahr auch ein liebevolles Zuhause finden wird, bei Menschen mit Hundeerfahrung und - auf jeden Fall - einem anderen Hund im Haus, denn TOLKIEN soll kein Einzelhund sein.

 
             
 

 
         
 
 

TOLKIEN ist ein unglaublich schöner großer Hund und war 2 Jahre lang in der perrera von Tossa de Mar, bis wir ihn im Oktober von dort mitgebracht haben. Das Problem von TOLKIEN ist seine Angst.

Er ist der klassische "Angsthund", der nichts kennt und sich vor allem erschreckt, niemandem vertraut und immer einfach nur weg will. Hier geht es nicht um Unsicherheiten sondern schlicht um Panik. Aber dennoch macht TOLKIEN langsam Fortschritte. Er ist in meinem häuslichen kleinen Rudel untergebracht und orientiert sich sehr an meinen Hunden. So hat er sich inzwischen abgeschaut, dass man morgens Leberwurstbrot aus der Hand annehmen kann, so wie es alle Hunde in der Küche immer tun. Und er traut sich auch, ständig das Katzenfutter zu klauen, wenn niemand in der Küche ist ...

TOLKIEN wiegt sicher über 40 Kilo und ist ganz gesund, natürlich auch kastriert und netterweise auch stubenrein.

Draußen ist er immer an der Leine, auch im Garten, weil er nicht auf Zuruf zu mir kommt, auch wenn ich ihm manchmal ansehe, dass er das eigentlich gern möchte - aber die Angst ist dann doch immer noch zu groß. TOLKIEN liegt die meiste Zeit in der Küche in dem Körbchen unter dem Küchentisch, von wo er alles mitkriegt aber sich geschützt fühlt. Seine Highlights sind unsere regelmäßigen Spaziergänge im Wald, zweimal täglich, wo er sich ab und zu schon entspannt zeigt und auch mal ein Stück los läuft, nicht mehr immerzu an meiner Seite klebt wie am Anfang. Zum Glück geht er super an der Leine und es ist gar kein Problem ihn zu halten. Das habe ich ihm bereits in Tossa noch in der perrera beigebracht, als ich in den Herbstferien 2 Wochen fast täglich dort war und mit ihm geübt habe. Denn es war die Grundvoraussetzung für seine Mitnahme, dass er mir irgendwie an der Leine folgt und sich überhaupt erst mal anleinen lässt, was allein tagelang gedauert hat.

Das Gute ist, dass TOLKIEN bisher wirklich in keiner Situation in aggressiver Weise "nach vorne" geht, sondern durch und durch gutmütig ist und alles über sich ergehen lässt, wie z.B. auch gebürstet zu werden. Sogar Auto fahren klappt schon ganz gut, vorausgesetzt, die anderen Hunde springen direkt vor ihm ins Auto, dann springt er todesmutig hinterher. Beim Tierarzt waren wir noch nicht, denn diesen Stress (von fremden Männern angepackt zu werden) mute ich ihm aktuell noch nicht zu.

Ich bin sicher, dass auch TOLKIEN seinen Weg gehen und er weiterhin Fortschritte machen wird, aber zur Vermittlung steht er noch nicht, wir üben fleißig weiter. Ich wünsche mir so sehr, dass dieser stattliche Rüde mal ein glücklicher Hund wird und seine Angst in allen möglichen Alltagssituationen besiegen kann.

Übrigens hat er noch nie gebellt und versteht sich sehr gut mit den Katzen und mit allen Hunden sowieso.

20.Nov.2022

zuständige Ansprechpartnerin:

Renate von Heyden Klaaßen
Tel. 0170/2471236
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